3 Wochen in Namibias Süden
Farmland, Felsen, Rote Riesendünen
Die Idee zu dieser Reise
Ich wollte meinen 50. Geburtstag in den roten Dünen von Sossussvlei feiern.
Ankunft am frühen Vormittag in Windhoek.
Der erste Tag vergeht mit Stadtbummel, Autoübernahme, komplettieren der Reiseausrüstung und Einkauf der Lebensmittel.
Ich hatte in Deutschland sehr ausführlich diese Reise geplant.
Am nächsten Tag brechen wir von Windhoek auf über die C28 Richtung Swakopmund, wie die meisten Routen in Namibia eine Naturstraße, also nie zu schnell fahren.
Über den Bosua Pass kommen wir in den Nordteil des Namib-Naukluft-Parks. Wir verlassen bald die feste Schotterstraße und biegen Richtung Klein Tinkas und Blutkuppe ab. Die erste Nacht am Rock Arch ist einsam und ein starkes Gewitter mit Blitzen direkt über uns treibt uns aus dem Dachzelt in die Fahrerkabine.
Der nächste Morgen mit klarer Luft versöhnt uns wieder. Weiter geht es, wir erreichen Swakopmund, dort nehmen wir für 2 Tage eine kleine Pension. Wir durchstreifen die Stadt, erahnen den Flair der Vergangenheit und besichtigen die schönsten Bauwerke.
Am fünften Tag erreichen wir Walfishbay, sehen die Lagune mit den Flamingos und auch Mengen von Pelikanen. Dann drehen wir wieder ab in die Namib auf der C 14 zum Kuiseb. Unterwegs ersteigen wir die Düne 7 und den Vogelfederberg. Der Kuiseb-Pass erweist sich als negativ, das heist, man fährt von der Höhe nach unten ins Tal und dann wieder hoch auf die Ebene.
Vor Solitaire biegen wir links ab auf D1275 Richtung Windhoek und erklettern die Spreethshoogte. Eine traumhafte Abendstimmung belohnt uns. Es ist schon Nacht, wir werden durch ein Fahrzeug geweckt, das den Pass hochfährt und dann gut 5 Minuten neben unseren Rastplatz mit laufendem Motor stehen bleibt. Das ist ein saumäßig mulmiges Gefühl, aber dann fährt das Auto weiter und wir atmen erleichtert auf.
Der nächste Morgen, 28. März, ist mein Fünfzigster Geburtstag. Ich beginne ihn zünftig mit den restlichen Spaghetti vom Vorabend.
Mittags buchen wir uns im Sesriem Camp ein. Zuerst steigen wir in den Sesriem-Canyon hinein, man kann da schön schwimmen. Von hier haben wir ca 70 km bis ins Sossusvlei. In der späten Nachmittagssonne sehen die Dünen am schönsten aus. Dort angekommen, mit dem Allrad kann man bis zum letzten "Sandparkplatz" fahren, sind wir nur noch am Schauen, Filmen und Fotografieren, da hat man ganz schnell mehrere Filme verschossen.
Der Abend wird in der neugebauten Sossusvlei-Karos-Lodge mit Sekt und Grillspezialitäten gefeiert.
Sehr früh sind wir aber morgens dann schon wieder nach den Dünen unterwegs, um sie auch in der Morgensonne zu sehen, eine ganz andere Stimmung.
Unsere Tour führt uns dann weiter in das Naukluftgebirge in das dortige Camp. Auch hier beeindruckt uns die Schönheit der Natur, karges Felsgestein, kleine Rinnsale und viele Nischen mit Pflanzen.
Unser 9. Tag bringt uns weiter nach Süden über C 14 und D826 nach Farm Sinclaire. Es ist schon fast dunkel, die Gästefarm ist voll belegt, wir haben aber unser Zelt ja dabei und wollen für ein gutes Essen und einen Stellplatz auch gerne bezahlen, aber die Farmfrau verweist uns sehr schroff der Farm , man könnte in Namibia ja überall im Freien campieren. Sinclair ist wohl nur für reiche Protze.
Weil es jetzt doch schnell dunkelt, frage ich auf der nächsten Farm "Lovedale" den Farmer, dieser erklärt uns den Weg zu einem günstigen Platz auf seinem Farmgelände, und wir sind doch froh, abseits der Pad unseren Schlafplatz zu finden. Es wird die kälteste Nacht, die wir haben.
Heute ist Samstag, unser Hinterreifen verliert Luft, in Helmeringshausen an der Gabelung C 14 und C 13 hat die Tankstelle keine Druckluft. Wir erreichen auf der C 13 Aus, dort tanken wir voll, frischen unser Wasser auf und füllen den Reifendruck nach.
Von Aus führt die B 4 uns durch 100 km Wüste der "Restricted Area" nach Lüderitz. Gegen 14 Uhr sind wir dort, wir buchen ein Zimmer in Kapp's Hotel für 2 Nächte.
Heute sehen wir uns Lüderitz an, am Abend essen wir Crayfisch und versacken dann mit Deutsch-Einheimischen an der Bar.
Tag 11 unserer Reise. Das Kreuz am Diaz-Point ist unser Ziel, dort sehen wir sehr viele Robben, nicht solchen Mengen, wie am Cape Cross, aber auch nicht so stark "duftend". Den Nachmittag verbringen wir im Yachtclub mit Bekannten vom Vortag, dort hat man einen schönen Blick auf Lüderitz.
Montag, Rückfahrt. Die verlassene Stadt Kolmanskop steht auf dem Plan. Schön und traurig ist das dort, die müssen für damalige Verhältnisse unermesslich reich gewesen sein, Marmorbäder aus Deutschland.
In Aus biegen wir auf die C 13 ab. Wir fahren entlang der Diamond Area 1 auf staubiger Pad nach Süden. Eine gute Stunde hänge ich hinter einem Lastzug, ich kann nicht überholen, weil der Staub so dicht ist, das ich nicht sehe, was entgegen kommt. Es kommt natürlich keiner, aber was wenn doch?
An einer Stelle, wo ich einen kilometerweiten Blick vorbei am Staublaster in ein langes Tal habe, kann ich endlich vorbei. Wir fahren durch die Minenstadt Rosh Pinah und erreichen den Oranje, Grenzfluss zu Südafrika. Dort finden wir ein schönes Fleckchen für unser Nachlager.
Der Dienstag entlohnt uns mit einer sehr lieblichen Flusslandschaft. Bei der Farm Aussenkehr biegen wir nach Norden auf eine "Nur Fahrspur" ab, es ist sehr heiss, Margot hängt die Seitenscheibe mit Handtüchern zu, um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Diese Strecke ist einsam, wie im vergangenen Jahr im Kaokoveld.
Heute Abend bleiben wir in Ai-Ais, einem Warmbad, das nur im Südwinter geöffnet ist, weil man sonst gegrillt wird.
Mittwoch, Tag 14. Wir erreichen Hobas-Camp, 10 km vorm Fish-River-Canyon. Auch hier sind die späten oder frühen Stunden mit schräger Sonneneinstrahlung die schönsten. Der Canyon ist sehr beeindruckend, wunderschön! Wir beobachten dort eine Gruppe Deutscher, die mit einem Guide einen Tagestrip im Canyon machten, so auf "Adventure by doing" , die waren so fertig, das war schon unverantwortlich mit solch Ungeübten in die Kluft zu steigen.
Donnerstag, Sonnenaufgang am Fishriver Canyon, starker Wind, auch beeindruckend. Dann fahren wir auf der D 608 durch die Klein Karasberge weiter nach Keetmanshoop. Ein paar Kilometer weiter auf C 17 liegt der Kokerboom Forest und Giant's Playground. Wir bleiben eine Nacht. Die Köcherbäume im Abendrot sind einfach "fotogen" .
Freitag, der 7. April und 16. Reisetag, Zum Glück nirgends eine 13. Direkt neben unserem Sitzplatz sitzen aufgeregte kleine Vögel, 50-60 an der Zahl, wir werden neugierig und sehen eine der gefährlichsten Giftschlangen in Afrika, eine Hornviper, die einen Vogel getötet hat und ihn jetzt verschlingen will.
Also : in Afrika immer hinschauen, wo man hin tritt!
Das Wochenende verbringen wir am Hardap Dam, das ist Stausee,Wasserreservoir und Erholungs-Camp nördlich Marienthal an der B 1.
Tag 19-21 ist der Ausklang der Reise in der Nähe von Nina an der C 23 auf "Achenib Süd", das ist die Farm von unseren Freunden.
Am Donnerstag, 13. April treten wir dann wieder den Rückflug nach Frankfurt an
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