Eine Bootsfahrt auf dem Canal du midi



Sonntag:

Wir, das sind
Margot, Ruth, Dieter, Reinhard, Thomas und Willi.
(Andrea und Ewald in der zweiten Woche)

fliegen von Hahn mit Ryan Air nach Montpellier.
Von dort fahren wir mit der Bahn nach Castelnaudary.
Gegen 16 Uhr sind wir im "Hôtel Du Canal", das ist preiswert und ruhig.
Die Stadt liegt an einem großen Bassin, von der Marina aus liegt sie malerisch am Hang gegenüber.
Den Abend genießen wir in einem kleinen Restaurant bei gutem Essen und Trinken.


Montag:

Nach dem Frühstück gehen wir zum Hafen. Unser Boot, eine Atlantis der "Crown Blue Line" jetzt  "LeBoat" ist schon dort, wir können es aber erst gegen 14 Uhr übernehmen.
In der Zwischenzeit erledigen wir die ersten wichtigen Einkäufe, 2,5 Kilo Knoblauch, Wein, und noch ein paar Lebensmittel. Nach einer kurzen Einweisung legen wir ab in Richtung Bezier.
Als erstes müssen wir eine Dreifachschleuse durchfahren, für unsere ungeübte Crew mit leichten Anfängerschwierigkeiten, aber das klappt ganz gut.
Wir fahren noch bis vor die Schleuse Villepint, wo wir übernachten.


Dienstag:

Nach einer ruhigen Nacht wollen wir eigentlich nur bis Carcassonne fahren und die berühmte Cité besichtigen. Aber heute gibt es ein Fest und die Lautsprecheranlage dröhnt so laut, dass wir es vorziehen, weiter zu fahren.
Wir haben Probleme mit der Wasserpumpe, ein Mechaniker der Reederei tauscht unsere Batterie aus. Ich hatte wohl immer die Zündung nach der falschen Seite gedreht und somit nicht die zweite Batterie geladen.
Wir legen am Nachmittag in Trèbes an, dort gibt es einen kleinen Markt, wir kaufen frisches Gemüse und Obst, eine Hose für Ruth und etwas Wein.


Mittwoch:

Am Morgen, es ist noch kein Schiff vorbeigekommen, spiegeln sich die Platanen ganz toll im Wasser des Kanals.
Also Fotoapparat raus und fotografieren..
In einer der nächsten Schleusen passiert dann ein kleines Malheur, zum Glück ohne Personenschaden:
unser Schleusen-Land-Leinen-Dienst hat nur kurz das Ende belegt, aber das Wasser in der Schleuse läuft schon ab, und eine Belegklampe reißt heraus.
Halt ist heute in Puichéric.
Wir sind schon feste am Abendessen kochen, als wir uns dann doch umbesinnen und in das Restaurant gehen, das direkt neben unserem Boot steht.
Heftiger Abend.


Donnerstag:

Wir erreichen gegen Mittag Homps und besichtigen den Ort, essen in einem lauschigen Gartenlokal zu Mittag und bunkern ein paar Liter Wein im 'Bigpack'.
Weiter geht die Fahrt nach Paraza. Margot und ich hatten vor 20 Jahren dort mit Freunden lebhafteste Weinerfahrungen gesammelt. Hier fällt mir jetzt ganz bewusst auf, dass die Orte nicht mehr richtig bewohnt werden, viele Fensterläden sehen aus, als ob sie nach der Mittagshitze gar nicht mehr geöffnet werden.


Freitag:

Auf der heutigen Strecke befindet sich das Torrent du Répoudre, die älteste Brücke des Canal Du Midi, 1676 erbaut. Dann kommt das lange Kanalstück von 54 km ohne Schleusen. Wir bleiben heute in Capestang, ein schöner Ort mit großer Kirche und schönem, zentralen Platz mit Restaurants und Cafés.
Am Nachmittag wird es sehr schwül, am Abend heftiges Gewitter mit Kübelregen. Dann ist die Luft wieder klar.


Samstag:

Schön ist morgens der Weg zum Bäcker, dort läuft einem dann das Wasser im Munde zusammen wegen der guten Gerüche.
Nach gutem Früstück fahren wir bis zum Tunnel Malpas, 165 Meter lang und9 Meter hoch.
Dort legen wir an und steigen hinauf zum Oppidum d'Ensérune, Ausgrabungsstätte einer vorchristlichen Stadt. Recht interessant anzusehen; auch das Museum lohnt den Besuch. Auf dem Weg dorthin kann man auch den kreisrunden, trockengelegten Étang de Montady sehen.
Weiter fahren wir dann bis Colombiers. Dort gibt es eine Präsentation einheimischer Genüsse im alten Weinkeller.


Sonntag:

Heute fahren wir ohne Frühstück, nur einen heißen Kaffee los, um die 7 Schleusen von Fontserrennes zu erreichen. Talwärts können wir nämlich nur zwischen 8.30 und 9.30 Uhr fahren, dann sind die Bergfahrer dran. Ansonsten erst wieder nach der Mittagspause.
Das Schleusen klappt wieder prima, und es macht Spass zuzuschauen, was so alles beim Bootfahren passieren kann. Nach dem späten Frühstück tuckern wir weiter bis Port Cassafières.
Der Abend bringt Reste-Essen und Seesack packen.

Montag:

Wir geben das Boot ab und warten auf Andrea und Ewald, die heute nachfliegen und uns mit 2 Leihwagen abholen.
Damit fahren wir dann zu acht nach Neffiès im Herault.


Weiter geht es mit 'Am Südrand des Zentralmassivs'