Ein Törn in der Ägäis
1. Tag:
Am Nachmittag fliegen wir mit der entzückenden 'Fischer Air Polska' nach Kerkyra.
Mit dem Taxi erreichen wir die Marina in Gouvia, wo wir schon von Anette, Birgit und Willi erwartet werden.
2. Tag:
Nach dem Frühstück bunkern wir noch einige Lebensmittel und Getränke.
Mittags fahren wir dann ab Richtung Süden, wir passieren langsam Korfu und nehmen Kurs nach Syvota auf dem Festland.
Zum Segeln ist der Wind leider zu schwach und zudem aus der falschen Richtung.
Syvota hat einen schönen kleinen Hafen mit sehr vielen Restaurants, unser Sinn steht nach Mehlspeisen und Rotwein.
3. Tag:
Am frühen Vormittag segeln wir an Paxoi vorbei in eine kleine Bucht auf Antipaxoi.
Dort ankern wir für einige Zeit, um ausgiebig in dem klaren Wasser zu schwimmen.
Am Nachmittag erreichen wir auf Paxoi die Bucht Mongonisi. Gekocht wird heute an Bord.
Leider überfallen uns nachts jede Menge Stechmücken.
4. Tag:
Gegen 9 Uhr Abfahrt nach Lefkada.
Dort gibt es eine Drehbrücke, welche die Insel mit dem Festland verbindet. Sie wird zu jeder vollen Stunde geöffnet, wir passieren um 14 Uhr.
Der Hafen ist recht groß, leider finden wir nur einen Platz am Kai neben einer lauten Straße.
Wir bunkern noch Getränke, Wasser wird doch viel tagsüber getrunken.
Am Abend essen wir in der sehr typisch griechischen Altstadt.
5. Tag:
Am späten Vormittag verlassen wir Lefkada Stadt und fahren durch eine gebaggerte Fahrrinne nach Süden.
Heute wird der Kühlschrank gut gekühlt, denn es gibt kaum Wind.
Unser Ziel ist die Insel Meganision und dort die Bucht Kapali. Es ist eine sehr schöne Bucht, geschützt und herrliches Wasser zum Schwimmen.
Leider aber gibt es einen Nachteil, Margot weckt mich nachts, es sei ein Hund an Bord. Es waren aber Ratten, die über unsere Heckleinen auf's Schiff kommen und sich über unser Knäckebrot und Weintrauben hermachen.
6. Tag:
Heute ist der Himmel bedeckt. Dafür haben wir guten Wind bis Stärke 6, wir segeln.
Es geht südlich um Kalamos herum nach Kastos, wo wir im gleichnamigen Hafen anlegen.
Von weitem sieht man schon oberhalb der Einfahrt den Turm einer Windmühle stehen, unter dieser verbringen wir den Abend im Restaurant Windmill.
7. Tag:
Das Barometer ist wieder gestiegen, sehr zur Freude unserer Damen, wir motoren, das heist, sie können vorne auf dem Gummiboot in der Sonne braten.
Wir fahren wieder nach Norden, weil wir in 2 Tagen noch 2 Mitsegler aufpicken wollen.
Wir umrunden Kastos, passieren Meganisi auf der Ostseite und Skorpios im Norden. Dann erreichen wir die Bucht Vlychou auf Lefkada.
Diese ist recht groß und hat spiegelglattes Wasser. Wir werfen mitten in der Bucht Anker.
8. Tag:
Es geht weiter nach Norden.In Lefkada Marina tanken wir. Weiter an der Drehbrücke vorbei Richtung Prevezza.
Die Hafeneinfahrt soll man weit draußen anpeilen. Die Stadt hat 20000 Einwohner und eine hübsche, kleine Altstadt mit Hafenpromenade.
Am späten Nachmittag erreichen uns Monika und Dirk, unsere 'Zusteiger'.
Wir verbringen einen nahrhaften Abend in der Altstadt.
9. Tag:
Erneut passieren wir Lefkada Stadt und fahren wieder nach Meganision in die Bucht Kapali.
Diesmal schieben wir Kunststoffflaschen und Teller über die Heckleinen. (Ratten)
Die Nacht ist regnerisch und stürmig.
10. Tag:
Der Himmel ist gewittrig dunkel, aber der Wind ist gut, wir segeln.
Es geht östlich Meganisi nach Süden zwischen Arkoudi und Atokos nach Ithaki. Dort erreichen wir Frikes .
Es ist ein kleiner malerischer Ort mit Fischerbooten und mehreren Restaurants.
Wir sitzen zum Abendessen direkt am Hafen.
Gegen Mitternacht gibt es plötzlich starke Wellen, sie heben das Boot fast um einen Meter hoch, so dass die Fender über die Kaimauer kommen.
Später erfahren wir, dass die Ursache ein Seeben im Ionischen Meer war.
11. Tag:
Weiter geht es heute an der Ostküste von Ithaki nach Süden zur Bucht des Odysseus, wo er eine Quelle fand.
Das ist die Bucht Pera Pigadi. An der gleichnamigen Insel machen wir fest.
Am Nachmittag haben wir für ein paar Stunden Gewitter und heftigen Regen, in der Nacht wieder die kleinen Nager.
12. Tag:
Das Wetter ist anfangs etwas düster, wird aber immer besser.
Unser Ziel ist wieder Lefkada, diesmal aber die Marina, denn dort gibt es Strom, Wasser und Duschen.
Wir machen einen langen Bummel durch die Stadt und landen in einem schönen, typisch griechischen Restaurant mit
'in-die-Küche-kommen-Töpfe-gucken'.
13. Tag:
Um 9 Uhr passieren wir die Drehbrücke, segeln für wenige Stunden und erreichen mit Motor die Touristenstadt Parga auf dem Festland.
In der Nachbarbucht Valtou ergattern wir uns noch einen passablen Liegeplatz.
Am Abend nehmen wir ein Wassertaxi, um in die Stadt zu kommen. Parga hat alles illuminiert, ist sehr bunt, hat 2487 Touristen.
14. Tag
Es regnet, wir frühstücken unten im Salon.
Wir fahren los, zurück nach Kerkyra.Das Wetter wird immer schlechter.
2 Stunden vor Gouvia haben wir nur noch 200 Meter Sicht, schwarze Wolken und jede Menge Regen, ich stehe am Ruder, trotz Regenmontur bin ich nass, und es ist kalt.
Dann klart es wieder auf und wir erreichen Gouvia. Nach dem Tanken fahren wir unseren Lieplatz an und beginnen mit dem Seesack packen.
Am Abend sind wir unweit der Marina in einem netten Restaurant.
15. Tag Abreise. Margot und ich starten am Mittag mit den Taxi zum Flugplatz, die anderen verbringen den Tag in der hauptstadt und fliegen erst gegen 22 Uhr zurück.
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